Aus der Geschichte

Anfangsjahre ab 1972 (Georg Kühlwein)
Es begann an einem Abend im Herbst 1971, als sich eine handvoll Männer am runden Tisch  der Gastwirtschaft Löhrlein in Wotzendorf heiße Diskussionen um die Jungend – zu der auch ihre Kinder zählten – lieferte. Kinder und Jugendliche mit musikalischem Interesse und Talent sollten zusammengeführt und gefördert werden.
Mit Herrn Georg Kühlwein war auch gleich jemand gefunden, der sich bereit erklärte, die Ausbildung von Kindern an verschiedenen Instrumenten zu übernehmen. Schon bald fand sich eine kleine Gruppe von Jungen und Mädchen, die am Erlernen eines Musikinstrumentes Interesse zeigte. Am 31.01.1972 konnte der erste Unterricht im Keller der Gastwirtschaft Löhrlein stattfinden. Am 02. Februar 1972 wurde dann endlich die "JUGENDBLASKAPELLE STADELHOFEN" offiziell ins Leben gerufen. Nach kurzer Zeit war die Zahl der Mädchen und Buben auf 25 angewachsen. Bald konnte an kirchlichen Veranstaltungen gespielt werden.
Der erste Vereinsvorsitzende war der Wirt des Vereinslokals Andreas Löhrlein, der nach zwei Jahren das Amt an seinen Bruder Bernhard übergab. Dieser führte die Geschicke der Jugendblaskapelle zwei Jahrzehnte lang. Der erste Auftritt anlässlich der Erstkommunion am "Weißen Sonntag" 1973 konnte mit 25 jungen Musikern bestritten werden. Schnell kamen auch weltliche Auftritte hinzu.
Der erste musikalische Höhepunkt war das Hollfelder Schützenfest.
Herr Georg Kühlwein leitete die Jugendblaskapelle Stadelhofen bis 1976, als er sich entschloss den Dirigentenstab niederzulegen.

Militärmusiker am Taktstab (Hans Bäuerlein)
Mit dem ehemaligen Militärmusiker Herrn Hans Bäuerlein aus Bamberg wurde schließlich, nach langer Suche, ein hervorragender Musiker gefunden, der die Herausforderung annahm und auch für die Ausbildung des notwendigen Nachwuchses sorgte.
Unter ihm wuchs die Kapelle zu einer ausgewachsenen Bierzeltmusik an. Er führte den zweistimmigen Gesang in die Musik ein und hob das Niveau der Musik deutlich an.

Neue Richtung ab 1989 unter Sepp Teufel
Die Jahre unter der Stabführung von Hans Bäuerlein waren für den Musikverein sehr erfolgreich, bis sich auch er im Frühjahr 1989 entschloss, das Dirigentenamt aus gesundheitlichen Gründen niederzulegen. Nach dem Ausscheiden von Hans Bäuerlein versuchte man den Musikverein übergangsweise ohne Dirigenten zu leiten. Nach langer Suche konnte Josef Teufel als neuer Dirigent gewonnen werden. Durch die Interpretation von Schlager und Oldies in Blasmusikbesetzung, konnten viele Erfolge erzielt werden. Durch die Veranstaltung von Frühjahrskonzerten, stellte die Blaskapelle immer wieder ihr hohes musikalisches Niveau unter Beweis.
Schon bald erhielt der Musikverein von seiner Fangemeinde den Namen:
"SEPP TEUFEL UND DIE STADELHOFEER MUSIKANTEN"
Sepp Teufel brachte mit Eigenarrangements von Oldies, Schlager-, Rock- und Popmusik eine völlig neue Richtung in das Programm der Kapelle ein. Dies sprach besonders das junge Publikum an. So beherrschten "Sepp Teufel und seine Stadelhofer Musikanten" einige Jahre lang die Bühnen der Festzelte in Oberfranken und weit darüber hinaus und galten als Stimmungsgarant für viele Feste.
In dieser Zeit kamen auch vereinzelt junge Musiker zum Verein und wurden von Sepp Teufel ausgebildet.

Probenlokal
Seit der Gründung des Vereins am 31.1.1972 probte die Stadelhofner Musik immer im Nebensaal der Gastwirtschaft Löhrlein in Wotzendorf. Der erste Vereinsvorsitzende war zu dieser Zeit der Wirt des Vereinslokals Andreas Löhrlein, der nach zwei Jahren das Amt an seinen Bruder Bernhard übergab. Auch der nachfolgende Vorsitzende Heinz Friedrich hielt an dem Probenlokal fest.

Um für den nötigen Nachwuchs zu sorgen, entschloss man sich 1999, nach mehrjähriger Pause,  erstmals wieder, Jugendliche an einem Blasinstrument auszubilden. Frank Macht, der zu der Zeit in der Kapelle mitspielte, erklärte sich bereit die Auszubildenden zu übernehmen und so begann im September 1999 die Ausbildung von acht Jungmusikern.

Neue Ausrichtung ab 2000 unter Frank Macht
Nach vielen erfolgreichen Jahren entschloss sich nun auch Sepp Teufel 2000 sein Amt des Dirigenten beim Musikverein Stadelhofen niederzulegen. Mit ihm verabschiedeten sich auch einige weitere Musiker von der Bühne.
Nach erneut langer Suche erklärte sich Frank Macht bereit, die Blaskapelle zu leiten und somit ein Fortbestehen des Musikvereins zu gewährleisten. Mit einer fast komplett neu zusammengestellten Blaskapelle – die Nachwuchsmusiker wurden eingebunden - und über einem Jahr intensiver Proben konnte erstmals am 01. Mai 2001 in Eichenhüll in neuer Besetzung aufgespielt werden.
Mit neu beschriftetem Musikhänger, neuer Damentracht und neuem Bühnenbild fand der Verein Stück für Stück wieder zurück in das Interesse der Öffentlichkeit. Bereits 2002 konnte sich der Musikverein zu seinem 30-jährigen Bestehen wieder von seiner besten Seite zeigen.
Damit auch für die weitere Zukunft des Musikvereins gesorgt ist, startete im September 2002 eine neue Ausbildungsstaffel, nach dem System der Bläserklasse,  mit 16 Jungmusikern, die von Musikern aus den eigenen Reihen ausgebildet wurden. Kurz nach Ausbildungsbeginn wurde aus diesen Jungen und Mädchen das erste "NACHWUCHSORCHESTER DES MUSIKVEREINS STADELHOFEN" gebildet.
Durch eine erstmals gegründete Jugendvorstandschaft wurde das Nachwuchsorchester neben der musikalischen Betreuung auch in der Freizeit durch verschiedenste Aktivitäten betreut. Eine zweite Ausbildungsstaffel, ebenfalls nach dem System der Bläserklasse, fand 2005 einen riesigen Zuspruch.
Mit 26 Kindern und Jugendlichen, in Gruppenunterricht und im "BAMBINO-ORCHESTER" und einem neu gegründetem Elternbeirat schlug der Musikverein im September 2006 ein neues Kapitel in der Geschichte des Vereins auf.
Stolz ist man darauf, dass der Unterricht ausschließlich von vereinseigenen Ausbildern abgehalten wird.

Im Sommer 2006 nahm die Blaskapelle erstmals seit Gründung des Vereins an einem Wertungsspiel in der Mittelstufe teil und konnte somit sein hohes musikalisches Können mit "sehr gutem Erfolg" unter Beweis stellen.

Strukturwandel
Seit die musikalische Leitung ab dem Jahr 2000 in den Händen von Frank Macht aus Peesten liegt, hat sich die Struktur des Vereins verändert. Großen Wert legt er auf die Ausbildung des Nachwuchses. 2002 startete die erste Bläserklasse. Im 2-Jahresrhythmus werden immer wieder Nachwuchsmusiker ausgebildet. Die Zusammenarbeit mit der Mittelschule Scheßlitz und der Kreismusikschule Bamberg ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. Der Dirigent verfolgt ein Ausbildungskonzept, das dem Verein großen Zuwachs an aktiven Musikern bescherte. 2005 gab es erstmalig zwei Jungmusikerorchester: Die Bambinos und das Nachwuchsorchester. Der ehemalige Kreisvorsitzende Baptist Schütz bescheinigte dem Verein, anlässlich des Jubiläums im Jahr 2012, dass er zu einer musikalischen Bildungsstätte geworden sei.

Jugendblasorchester ab 2008
2008 wurde ein weiteres Orchester ins Leben gerufen. Das Jugendblasorchester (heute: Großes Orchester) spielt konzertante Musik der Mittelstufe und nimmt auch an Wertungsspielen teil. Ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung ist seit 2010 die Teilnahme an Auswahlorchestern (Kreisorchester Bamberg, Schülerauswahlorchester Oberfranken), sowie die Präsenz beim Solo-Duo- und Kammermusikwettbewerb des BBMV.

Auch die Zeltmusik entwickelte sich in den letzten Jahren weiter, so nahm man 2009 erstmals am traditionellen Wertungsspiel mit sehr gutem Erfolg teil. Die Besetzung ergänzte sich mit einer Sängerin zu dreistimmigem Gesang. Das Repertoire entwickelt sich ständig weiter, so dass "Die Stadelhofner" heute zu einer gefragten Formation geworden ist, die Auftritte in ganz Oberfranken und darüber hinaus bestreitet.

Struktur der Vereinsführung
Die Struktur der Vereinsführung entwickelte sich ebenfalls fort, so besteht heute eine 12-köpfige Jugendvorstandschaft, ein 5-köpfiger Elternbeirat sowie eine 21-köpfige erweiterte Vorstandschaft, an deren Spitze drei gleichberechtigte Vorstände (bis 2016: Günter Rauch, Robert Schmitt und Franz Kauz, später Thomas Kunzelmann) stehen. Vorstände heute: Sebastian Linz, Tobias Schmitt und Christian Schmitt.

Neubau eines Vereinsheims
Mit dem Baubeginn eines vereinseigenen Musikheims im Jahr 2010 stellte man eine wichtige Weiche Richtung Zukunft. Dieser Schritt wurde nötig, da aufgrund des rapiden Mitgliederzuwachses, der Probensaal in der Gastwirtshaft Löhrlein zu klein geworden war.
Man behalf sich einige Jahre, indem die Proben in verschiedenen Nebenräumen in der Umgebung stattfanden, zuletzt nutze man die Turnhalle der Grundschule. Aber auch das stellte keine Dauerlösung dar.
So errichtete man innerhalb von 5 Jahren ein Musikheim mit großem Saal, Probenräumen, Küche und Garage, weitgehend in Eigenleistung.
Durch viel Unterstützung, Zuschüsse und Spenden, war es dem Verein möglich, diesen Schritt zu gehen.

Einweihung des Musikheims
Zwei Tage lang feierte man die Fertigstellung des neuen Musikheims im Herbst 2015.

Festprogramm:
Los geht es am Samstag, den 19.9.15 um 16 Uhr.
Das Mittelschulorchester aus Scheßlitz (Ltg. Peter Kutnyak), die Nachwuchsorchester aus Modschiedel (Steffi Knauer) und Thurnau (Heimo Bierwirth), sowie die Bambinos (Florian Stöcklein) und das Nachwuchsorchester (Christian Schmitt) aus Stadelhofen, wechseln sich auf der Bühne ab und geben einen Einblick in ihre Repertoirs.

Anschließend steht ab 19 Uhr die Schülerband der Mittelschule Scheßlitz, unter der musikalischen Leitung von Frank Macht auf der Bühne, die mit einer Rock-Besetzung, unterstützt durch einen 3-stimmigen Bläsersatz und 2 Sängerinnen Klassiker der Rockmusik zu Gehör bringen wird. Eine Besonderheit gibt es bei der Band: Der E-Bass wird ersetzt durch eine Tuba. Dieses besondere Klangerlebnis sollte man sich nicht entgehen lassen.

Das Große Orchester des MV Stadelhofen bereitet für Samstag einen besonderen Abend vor.
Im ersten Teil, ab 20.30 Uhr, spielt das 45-Mann starke Orchester, unterstützt von Synthesizer und E-Gitarre, Literatur aus dem Rock Bereich.
Im zweiten Teil des Abends wird man etwas ganz Neues ausprobieren. Der experimentierfreudige Dirigent hat dazu die Rockband JUST 4 ROCK verpflichtet, mit der das Große Orchester dann auf der Bühne stehen wird und Titel der Rockmusik interpretiert. Der Dirigent hat dazu eigens einige Stücke so arrangiert, dass das Orchester zusammen mit der Band zu einem tollen Sound verschmelzen wird.
Im dritten Teil des Abend steht dann die Band alleine auf der Bühne und spielt zu einem zünftigen Rockabend auf, der sicher nicht so früh enden wird.
Am Sonntag wird im Rahmen eines Festgottesdienstes, der um 9 Uhr beginnt, das neue Heim von Pfarrer Jürgen Kalb geweiht. Im Anschluss daran darf man sich auf ein Frühschoppenkonzert des Patenvereins aus Stadelhofen im Schwarzwald freuen. Die Patenschaft zu den Schwarzwäldern besteht seit nunmehr 33 Jahren. Viele persönliche Freundschaften haben sich in dieser Zeit entwickelt.
Ab 14 Uhr steht der Musikzug aus Roßdorf bei Darmstadt auf der Bühne. Der Kontakt nach Roßdorf besteht seit 2011. Damals bestritten die Stadelhofner einen Auftritt beim dortigen Oktoberfest. Der Funke zwischen beiden Vereinen ist sofort übergesprungen, so dass die Roßdorfer bereits zum zweiten Mal mit zwei Bussen im Frankenland zu Gast sind. Auch in diesem Jahr werden die Stadelhofner wieder das Oktoberfest dort bestreiten, bereits zum dritten Mal.
Das Fest klingt aus mit guten Freunden des MV Stadelhofen. Die mit den grünen Strümpfen…die Pünzentaler spielen am Abend nochmal richtig auf und runden das Fest gebührend ab.

Neue Vorstandschaft ab 2016 / Dank an verdiente Personen
Nach der Einweihung des Musikheims standen im Jahr 2016 Neuwahlen an.
Die bisherige langverdiente Führung stellte sich nicht mehr zur Wahl, so ging Anfang 2016 ein wichtiger Abschnitt des Vereins zu Ende: Das Musikheim war eingeweiht und die Männer, die das Ganze geschultert und verantwortet haben, zogen sich aus der Führung zurück.
An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die ehemaligen Vorstände: Günter Rauch, Robert Schmitt, Franz Kauz, an den ehem. Schriftführer Markus Stenglein. Stellvertretend für alle Helfer bedanken wir uns bei zwei Männern, die unzählige Stunden ihrer freien Zeit investiert haben: Alfred Linz und Erwin Stöcklein.

Nicht zu vergessen unser Kassier, der eine wirklich große Aufgabe zu bewältigen hat: Willibald Schmitt. Er hat sich wieder zur Wahl gestellt und bildet mit den drei Vorständen Thomas Kunzelmann, Sebastian Linz, Andreas Ziegler sowie der Schriftführerin Manuela Lieb, die neue Spitze unseres Vereins.

Außerordentliche Neuwahl Kassier
Nach 12 Jahren vorbildlicher und äußerst engagierter Arbeit, legte Willibald Schmitt das Amt des Kassiers zur Jahreshauptversammlung  2017 nieder. Dirigent Frank Macht und Vorstand Sebastian Linz sprachen ihm in einer Laudatio den Dank für seine enormen Leistungen aus. Ohne ihn stünde der Verein heute nicht so da wie er es tut.
Zu seinem Nachfolger gewählt wurde Rainer Macht.

Ehrenvorstände:
Bernhard Löhrlein
Heinz Friedrich
Baptist Dittrich

Ehrenmitglieder:
Josef Weberpals
Alois Schneider